CO2-Bilanz von Plug-in-Hybriden verschlechtert sich weiter

Neue Zahlen der Europäischen Umweltagentur zeigen: Die im realen Fahrbetrieb gemessenen CO2-Emissionen von Plug-in-Hybriden steigen weiter. Damit lagen die Werte 2024 sechsmal höher als die offiziellen WLTP-Angaben; 2022 lagen sie «nur» viermal höher.

  • Gregory Germann, Projektleiter eco-auto
  • 29. September 2026
Plug-in-Hybride belasten das Klima sechsmal stärker als angegeben.
Bild: Adobe Stock / fotohansel


Bereits in der Vergangenheit wurden diverse Studien zu den tatsächlichen CO2-Emissionen von Plug-in-Hybriden (PHEV) veröffentlicht – eco-auto berichtete. Diese Studien werteten Daten aus den Jahren 2021 bis 2023 aus. Nun zeigen jüngst von der Europäischen Umweltagentur veröffentlichte Zahlen aus dem Jahr 2024: Die im Realbetrieb gemessenen Emissionen sind im Vergleich zu den Vorjahren weiter gestiegen. Und dies, obwohl die durchschnittlichen Emissionen gemäss offiziellem WLTP-Testverfahren zurückgegangen sind. Im Ergebnis bedeutet dies, dass die Lücke zwischen den beiden Werten gewachsen ist: Inzwischen liegen die im realen Fahrbetrieb gemessenen Emissionen sechsmal höher als offiziell angeben. Dieser Trend hin zu immer stärker emittierenden Plug-in-Hybriden hat zur Folge, dass ein durchschnittlicher PHEV lediglich 14 Prozent weniger klimaschädlich ist als ein konventioneller Verbrenner – trotz dem grossen Klimaversprechen der Automobilindustrie.

Für den VCS Verkehrs-Club der Schweiz ist klar: Diese Diskrepanz hat nicht nur fürs Klima schwerwiegende Folgen, sondern führt durch den höheren Treibstoffverbrauch zu erheblichen Mehrkosten für Fahrer*innen.

Hier finden Sie den ausführlichen Beitrag von eco-auto zum Thema Plug-in-Hybriden. Und in diesem Beitrag (auf Englisch) von unserem europäischen Dachverband Transport & Environment finden Sie weitere Informationen zu den jüngst veröffentlichten Zahlen.