Neue Studie bestätigt Lärm-Vorteil von Elektroautos

Eine Studie von Empa und TCS zeigt: Vor allem bei Geschwindigkeiten bis 30 km/h liegt der leisere Motor eines Elektroautos klar im Vorteil gegenüber dem Verbrenner. Bei höheren Geschwindigkeiten dominiert wiederum das Abrollgeräusch der Reifen. Es sind also weitere Massnahmen wie Tempo 30 nötig, um die gesundheitlichen Schäden durch Lärmbelastung konsequent zu bekämpfen.

  • Gregory Germann, Projektleiter eco-auto
  • 18. Mai 2026
Für die Tests entwickelten Empa-Forschende spezielle Messmodule, die auf den Fahrzeugen montiert wurden. So liessen sich Fahrmanöver präzise wiederholen und objektiv auswerten.
Bild: Empa


Verkehrslärm verursacht jährlich Kosten von rund zwei Milliarden Franken, vor allem in Städten und Agglomerationen. Dank den tieferen Lärmemissionen bei Fahrgeschwindigkeiten bis 30 km/h können Elektroautos zu einer deutlichen Reduktion der Lärmbelastung beitragen. Beim Anfahren verursacht das Elektroauto nur halb so viel Lärm wie ein Verbrennungsmotor.

Dass der Vorteil mit steigender Geschwindigkeit schrumpft und von 30 km/h aufwärts verschwindet, zeigt, dass die Elektrifizierung alleine das Lärmproblem nicht lösen wird. Gleichzeitig muss Tempo 30 ausgeweitet werden. Dies reduziert nicht nur den Verkehrslärm, sondern erhöht die Verkehrssicherheit, steigert die Aufenthaltsqualität und macht den Fuss- und Veloverkehr attraktiver (12 Gründe für Tempo 30). Während tiefere Geschwindigkeiten die grössten Vorteile bringen, können auch leisere Reifen und lärmoptimierte Strassenbeläge zur Lärmreduktion beitragen.

Zur Studie der Empa und des TCS.

Bei der Bewertung von Elektroautos berücksichtigt eco-auto nebst der Energieeffizienz und der Batterie auch den Lärm von Fahrzeugen.